grafische Zierleiste
Dekobild (ältere Dame am Tisch)
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Prof. Dr. med. Fritz Beske zum Ehrenmitglied ernannt

Vor 20 Jahren veröffentlichte Fritz Beske im März 1991, Band 32 der Schriftenreihe seines Institutes, dem IGSF, mit dem Titel:

” Epidemiologische und volkswirtschaftliche Aspekte der Pflegebedürftigkeit durch Hirnleistungsstörungen im Alter”

Im Vorwort steht:
„ Die relative und absolute Zunahme alter Menschen in der Bundesrepublik Deutschland hat vielfältige Aspekte und Konsequenzen. Betroffen ist auch das Gesundheitswesen. Im Vordergrund steht dabei die mit dem Alter zunehmende Inanspruchnahme von Leistungen des Gesundheitswesens, die steigende Ressourcen erfordert.


Ein für den Betroffenen selbst, für seine Familie und für das Gesundheitswesen besonders belastender Aspekt einer steigenden Zahl alter und sehr alter Menschen sind Hirnleistungsstörungen im Alter, am häufigsten in der Form der senilen Demenz vom Alzheimer-Typ. Ihre Häufigkeit ist ein Spiegelbild der Altersstrukturder Bevölkerung.


Die Behandlungsmöglichkeiten von Hirnleistungsstörungen im Alter sind begrenzt, können jedoch nach modernen Konzepten des Zusammenwirkens von Arzneimittel,physikalischer Therapie und mentalem Training verbessert werden. Eine wichtige Grundlage hierfür ist die Darstellung der sozialen und ökonomischenBedeutung von Hirnleistungsstörungen im Alter.“


"Sie haben mit Ihrer Studie in Deutschland als erster jene Entwicklung prognostiziert, mit der sich unsere Gesellschaft heute auseinandersetzen muss." so Prof. Hans Gutzmann, Präsident der DGGPP -> in seiner Laudatio.

"Sie haben damit bereits vor zwanzig Jahren die Grundlage nicht für die weitere wissenschaftliche, sondern auch für die gesellschafts- und gesundheitspolitische Diskussion gelegt.
Das Thema demografischer Wandel und seine Auswirkungen auf unser Gesundheits- und Sozialsystem beleuchten Sie seitdem immer wieder in seinen verschiedenen Facetten.
Sie bleiben aber nicht bei der nüchternen Analyse stehen, sondern Sie fordern auch zu solidarischem Handeln auf."

In den letzten 20 Jahren wurden unter Ihrer Leitung im IGSF rund 90 Studien fertig gestellt und in der Schriftenreihe veröffentlicht –aktuell Band 119. Sein Titel lautet:
"Sechs Entwicklungslinien in Gesundheit und Pflege - Analyse und Lösungsansätze“. -> Band 119 als .pdf

Band 119 summiert alle bislang gemachten Erfahrungen von Fritz Beske und rät zu radikalen Lösungen .

„ Vor dem Hintergrund der schon bald für alle spürbaren dramatischen Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf unser Solidarsystem mit dem Gesundheitswesen, in dem von immer weniger jungen Mitbürgern immer mehr ältere Mitbürger versorgt werden müssen, ist es erforderlich, alle Leistungsbereiche als Einheit zu sehen und gemeinsam zu planen.
Der Zeitpunkt ist nicht mehr fern, zu dem es weder möglich ist, den bisherigen Leistungsumfang in Gesundheit und Pflege zu finanzieren noch die heutigen Leistungen durch Fachkräfte zu erbringen. In dieser Situation, in der Finanzmittel und Fachkräfte nicht mehr ausreichen, um alle Leistungen bedarfsgerecht zu erbringen, stehen alle Leistungen um begrenzte Finanzmittel und Fachkräfte in Konkurrenz zueinander.
Alle medizinischen Versorgungsbereiche, die ambulante und akutstationäre medizinische Versorgung, die Pflegeversorgung und die Rehabilitation, gleichgültig ob in der Zuständigkeit der GKV oder der Rentenversicherung, sind Konkurrenten um finanzielle Mittel und um Fachkräfte. Dies ist heute schon so, und es wird sich in Zukunft verschärfen.
Erforderlich wird ein koordinierter Ansatz, der auf der regionalen Ebene alle vier Leistungsbereiche umfasst. Erforderlich sind leistungs- und sektorenübergreifende Verbünde. Dabei kommt Kommunen und Landkreisen eine besondere Bedeutung zu, denn letztlich wird dies nur auf der regionalen und auf der kommunalen Ebene gelingen können.“


"Sehr geehrter Kollege Beske der Vorstand der DGGPP hat vor dem Hintergrund Ihres unermüdlichen Engagements beschlossen, Ihnen die Ehrenmitgliedschaft der Gesellschaft zu verleihen, und wir freuen uns sehr, das Sie uns die Ehre geben unser Ehrenmitglied zu werden." so Hans Gutzmann.

"Als Psychiater wissen wir natürlich, dass solche Leistungen wie die Ihren ohne die Unterstützung des sozialen Umfeldes sprich einer Partnerin kaum möglich sind .


Deshalb möchten wir uns auch bei Ihrer Frau Lore für die Unterstützung unseres neuen Ehrenmitgliedes ganz herzlich bedanken."

 


 

 

 

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Letzte Änderung am 16.06.2011 8:24 durch Andreas John
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