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Dekobild (ältere Dame am Tisch)
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Themenbereich Schmerzen (gerontopsychiatrische Aspekte)

1. DIRE-Skala

Bei der Behandlungvon nichttumorbedingten Schmerzen mit Opioidanalgetika kann sich u. U. Ein Missbrauch entwickeln. Risikofaktoren sind im Bereich von vorbestehenden psychischen Störungen, insbesondere Suchterkrankungen, zu suchen, aber auch die Art der Schmerzbeschwerden sowie der bisherige Umgang mit den Schmerzen lassen Rückschlüsse darauf zu, ob die Behandlung mit einem Opioidanalgetikum in Betracht kommt oder eher nicht. Die DIRE-Skala hilft, diese Risikofaktoren systematisch zu ber ücksichtigen.

Literatur
Belgrade MJ, Schamber CD, Lindgren BR:
The DIRE score: predicting outcomes of opioid prescribing for chronic pain.
J Pain. 2006 Sep;7(9):671-81
Hyperlink: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=PMID%3A+16942953

2. Instrumente zur Schmerzerkennung bei Demenz

Die Frage, ob Menschen mit einer fortgeschrittenen Demenz an Schmerzen leiden und ob vielleicht Schmerzen die Ursache für herausforderndes Verhalten sind, ist oft schwer zu beantworten. Wegen der eingeschränkten (verbalen) Kommunikationsmöglichkeiten wird auf nichtsprachliche Ausdrucksformen (Mimik, Körperhaltung usw.) zurückgegriffen. In die Beurteilung fließen zwangsläufig subjektive Momente ein, außerdem muss man das ”normale” Verhalten des betreffenden Menschen kennen, und komorbide Erkrankungen können die Intensität des Ausdrucksverhaltens beeinflussen. Aus diesen Gründen lassen sich mit Assessmentinstrumenten keine quasi objektiven ”Schmerzscores” erheben, auch wenn dies manchmal suggeriert wird. Die Schwieirgkeiten werden auch dadurch illustriert, dass es weit über 20 verschiedene solcher Assessmentinstrumente gibt. Die Infobox listet auf, welche Instrumente frei zugänglich sind.

Dirk K. Wolter: Schmerzen und Schmerzmittelabhängigkeit im Alter. Die gerontopsychiatrische Perspektive. Stuttgart: Kohlhammer 2017


3. Ein europaweites Netzwerk zum Thema Schmerz und Demenz

Seit 2011 bearbeitet im Rahmen der europäischen Wissenschafts- und Technologiekooperation COST (European Cooperation in Science and Technology) ein europaweites Netzwerk von Experten das Thema Schmerz und Demenz.

 

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Letzte Änderung am 12.12.2016 9:46
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